Fragen und Antworten
Häufige Fragen zum Deutzer Hafen Köln auf einen Blick
Die Entwicklung startet im Süd-Osten des Quartiers, im Bereich Siegburger Straße/Poller Kirchweg. Zunächst mit Vorbereitungs- und Erschließungsmaßnahmen, dann folgt der Hochbau. Die weitere Entwicklung vollzieht sich im Uhrzeigersinn rund um das Hafenbecken.
Im Deutzer Hafen wird davon ausgegangen, dass sich im Boden noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg befinden können, da das Gebiet früher bombardiert wurde. Deshalb müssen vor Beginn aller Bauarbeiten verpflichtende Sondierungen und Räumungen durch den Kampfmittelräumdienst durchgeführt werden, um mögliche Blindgänger sicher zu entfernen.
Die Kampfmitteluntersuchung und -räumung ist in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich Aufgabe des Staates. Generelle Informationen zu dem Thema finden Sie hier:
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/sicherheit-ordnung/kampfmittelangelegenheiten/index.html
Im Vorfeld der Arbeiten wurde der Deutzer Hafen intensiv untersucht und ein Altlastengutachten erstellt. Demnach gelten große Teiles Gebiets als altlastverdächtig oder belastet, weil es zuvor intensiv industriell genutzt wurde. Im Gutachten wurden jedoch meist unkritische Befunde festgestellt; nur einige Bereiche im Westen weisen relevante Boden- oder Grundwasserverunreinigungen auf. Diese werden im Vorfeld der Bauarbeiten weiter untersucht und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ordnungsgemäß saniert.
Die ersten Wohnungen sind voraussichtlich ab 2030 bezugsfertig.
Einen guten Überblick erhalten Sie im Quartiersbuch zum Integrierten Plan.
Dieses Dokument ist zwar von 2018 und deswegen nicht mehr in allen Details aktuell, bietet aber einen guten Überblick und Einstieg zum Projekt.
Detaillierte Informationen finden Sie im Handbuch öffentlicher Raum. In dem Handbuch werden die Gestaltungsgrundsätze erläutert und die Pläne für die einzelnen Parks, Plätze und Promenaden veranschaulicht.
Hier der Link: https://www.modernestadt.de/wp-content/uploads/2018/10/181008_0072_Quartiersbuch_interaktiv.pdf
Detaillierte Informationen finden Sie im Handbuch Nachhaltigkeit. In dem Handbuch werden die Planungsgrundsätze und -Konzepte anhand der verschiedenen Nachhaltigkeits-Dimensionen visualisiert und erläutert.
Link: https://www.modernestadt.de/wp-content/uploads/2022/09/Handbuch_Nachhaltigkeit.pdf
Die ersten Gebäude entstehen im Süd-Osten des neuen Stadtviertels im Bereich Siegburger Straße/Poller Kirchweg/Am Schnellert.
Es wird in erster Linie auf Artenvielfalt und Widerstandfähigkeit geachtet.
Unser Ziel ist es, eine hohe Artenvielfalt im Deutzer Hafen zu erhalten. Deshalb wird sich die Pflanzenauswahl in den Parks und öffentlichen Räumen an die „wilde“ Vegetation im Hafen und auf den Poller Wiesen orientieren und daran anknüpfen. So werden bestehende Lebensräume gestärkt und mit den neu geschaffenen organisch vernetzt. Gleichzeitig müssen die ausgewählten Pflanzenarten – vor allem die Bäume – dem Klima standhalten können.
Ja, bei der Planung spielt das Mikroklima eine besondere Rolle.
Die künftige Bebauung im Deutzer Hafen nimmt einen zentralen Punkt ein, um ein optimales Mikroklima im Quartier zu erreichen. Das bedeutet unter anderem, dass jeder Freiraum sowohl den nötigen Schatten im Sommer als auch sonnige Plätze im Herbst und Frühjahr bietet. Schattenspendende Bäume und kühlende Wasserelemente wie beispielsweise Brunnen sind wichtige Gestaltungselemente, die eine jahreszeitübergreifende Nutzung der Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität ermöglichen.
Aber auch auf der Eben der Baufelder kann zum Mikroklima beigetragen werden, beispielsweise durch grüne Dächer und Innenhöfe, die ihrerseits einen Beitrag zu einem guten Mikroklima leisten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Ausgestaltung der Bebauung ist die Durchlüftung. Hier gilt es im gesamten Deutzer Hafen für eine gute Durchlüftung zu sorgen und parallel darauf zu achten, dass hohe Windbeschleunigungen vermieden werden.
Durch eine Erhöhung des Niveaus über die gesetzliche Vorgabe hinaus.
Die Erschließung und die Nutzungen zum dauernden Aufenthalt werden auf das Niveau des 200-jährlichen Hochwassers geplant. Dies ist doppelt so hoch wie die gesetzliche Vorgabe (HQ 100).
Geplant sind unter anderem Baumaterialien wie Holz, Bambus oder Kork.
Um die CO2-Emissionen durch den Verbrauch grauer Energie möglichst gering zu halten, nimmt die Wahl des Baustoffs eine wichtige Rolle ein. Zeitgemäßer Holzbau ist eine gute Option, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, der CO2 langfristig speichert, zu einem gesunden Raumklima beiträgt und ästhetisch ansprechend ist. Bauen mit moderner Brettschichtholzfertigung ist schnell und präzise. Für andere Bauaufgaben kommt Holz-Hybridbau in Kombination mit Beton oder Stahl in Frage. Eine planungsbegleitende Betrachtung des CO2-Ausstoßes kann in der Lebenszyklusanalyse (LCA) signifikante Verbesserungen bringen.
Über den Holzbau hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer nachwachsender Rohstoffe, die vor allem im Hochbau Anwendungsmöglichkeiten finden. Vom Einsatz von Naturfasern und Zellulose als Dämmstoffen bis Verkleidungen aus Holz, Kork und Bambus. Die Entwicklung des Deutzer Hafens wird sich über viele Jahre erstrecken. So besteht die Möglichkeit, dass auch Baustoffe wie Pilzmycel oder Hanf, die heute noch im experimentellen Stadium sind, in Zukunft standardmäßig eingesetzt werden können.
Nachhaltigkeit hat mehrere Dimensionen, die beim Bauen beachtet werden müssen.
Neben der ökologischen Nachhaltigkeit und der Auswahl der Baustoffe, Energieträger und ähnlichem, gilt es auch die ökonomische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit zu beachten. Auf das Bauen übertragen bedeutet das, dass alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden müssen. Sobald es zum Beispiel an die Vergabe der einzelnen Baufelder geht, gilt es, zunächst Kriterien zu entwickeln, welche den höchstmöglichen Standard in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit setzen. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass die eingesetzten Baustoffe möglichst nachhaltig produziert und transportiert werden. Zusätzlich darf die Errichtung der Gebäude nicht zu teuer werden, unter anderem, damit die Wohneinheiten und Gewerbeflächen für möglichst viele sozialen Gruppen erschwinglich bleiben. Alle Dimension der Nachhaltigkeit müssen deshalb genausten betrachtet und abgewogen werden, damit am Ende ein insgesamt nachhaltiges Quartier entstehen kann.
Ja, das Konzept findet seine Anwendung.
Bei Starkregen bietet das Hafenbecken als blauer Stadtraum einen unschlagbaren Vorteil gegenüber normalen Quartieren, weil es durch die direkte Entwässerung nicht zu Überflutungen landseitig kommen kann. Weiterhin leisten die neu angelegten Grünflächen, aber auch die nicht versiegelten Platzflächenanteile einen wichtigen Beitrag. Zusätzlich hierzu fungieren die geplanten Tiefgaragen als Retentionsräume.
Historie und Identität des Deutzer Hafens bilden gemeinsam die DNA des neuen Quartiers.
Der Hafen ist für sich betrachtet ein vielschichtiges Mischgebiet: helle, hohe Silotürme, große Lagerhallen in dunklen Farben und weitere Gebäude sind darauf zu finden. Zusammen mit der für Deutz typischen Randbebauung ist die Idee des „Deutzer Blockes“ entstanden – ein ortstypischer Block mit verschiedenen Bausteinen und Höhen. Diese sollen künftig das Bild des neuen Quartiers prägen. Daneben gibt es alte Kräne, Hallen sowie Bahnschienen, welche nach aktuellem Planungsstand in den Parks und auf den Plätzen in Szene gesetzt werden. Dadurch bleibt die industrielle Geschichte des Hafens und seine Bedeutungen auch in Zukunft erhalten.
Es gibt verschiedene Bauherren.
Für den Abbruch, die Herrichtung und Erschließung der Grundstücke ist die moderne stadt GmbH verantwortlich. Die späteren Hochbauten werden unter anderem von der moderne stadt GmbH sowie verschiedenen privaten und öffentlichen Bauherren durchgeführt.
Das neue Quartier soll nicht wie alle anderen Quartiere aussehen, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden bzw. aktuell entwickelt werden. Wie wird garantiert, dass das Quartier Deutzer Hafen seinen eigenen Charakter behält?
Es wird verschiedene bauliche Optionen geben.
Durch Planungswettbewerbe und Qualifizierungsverfahren wird zum einen dafür Sorge getragen, dass unterschiedliche Ideen eingebracht werden können. Diese sorgen für architektonische Vielfalt und dafür, dass das neue Quartier auch baulich ein bunte und vielfältige Lebenswelt abbilden wird. Dabei wird darauf geachtet, dass der Deutzer Hafen, insbesondere das Mühlenareal seinen einzigartigen Charakter behält. Zum anderen wird eine möglichst kleinteilige Eigentümer- und Nutzerstruktur angestrebt. Damit wird der Deutzer Hafen zu einem vielfältigen, bunten und urbanen Quartier.
Führen diese dazu, dass die Gebäude alle gleich aussehen werden?
Es wird Planungswettbewerbe und Qualifizierungsverfahren geben.
Durch die Planungswettbewerbe und anschließenden Qualifizierungsverfahren wird dafür Sorge getragen, dass unterschiedliche Ideen eingebracht werden können. Diese sorgen für architektonische Vielfalt und dafür, dass das neue Quartier auch baulich ein bunte und vielfältige Lebenswelt abbilden wird.
Der Erwerb von Baufeldteilen wird beabsichtigt.
80% der Grundstücke liegen aktuell in der Hand der moderne stadt GmbH.
Als Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH und der Stadt Köln kümmert sich das Unternehmen um die Entwicklung der Grundstücke. Die übrigen 20% sind in privatem Besitz. Diese werden schrittweise von der Stadt angekauft und an Bauwillige vergeben oder durch die privaten Eigentümer nach den planerischen Zielen des Deutzer Hafens bebaut.
In reduzierter Form wird es straßenbegleitende Stellplätze geben.
Zudem erhält jedes Baufeld eine eigene Tiefgarage. Über Standorte von eigenen Parkhäusern muss die weitere Planung abgewartet werden.
Ja, es ist davon auszugehen, dass es Carsharing-Angebote geben wird.
Diese werden sowohl an den öffentlich zugänglichen Mobilitätshubs als auch in den einzelnen Tiefgaragen zu finden sein. Welche Carsharing-Anbieter letztendlich vor Ort sein werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.
Durch eine engmaschige Vernetzung der Wege und Straßen im Plangebiet.
Ergänzt werden diese durch neue, außerhalb des Deutzer Hafens liegende Radwege und Querungen in den Stadtteilen Deutz und Poll.
Ein Anschluss an das Stadtbahn- und Busnetz.
Zum einen besteht schon heute ein Anschluss an die Stadtbahnlinie 7. Diese soll künftig durch eine Taktverdichtung weiter ausgebaut werden. Zum anderen ist ebenfalls ein Anschluss an die Stadtbahnlinie 8 geplant. Darüber hinaus soll eine neue Buslinie eingerichtet, welche das Quartier direkt mit dem Bahnhof Messe/Deutz verbindet. Dies wird zu einem späteren Zeitpunkt in Verbindung mit dem Nahverkehrsplan der Stadt Köln festgelegt.
Ausschließlich eine öffentliche Nutzung.
Für die Nutzung der freizugänglichen Grün- und Freiflächen ist einzig eine öffentliche Nutzung mit dem Fokus auf Bewegung und Erholung vorgesehen.
Ja.
Die öffentlichen Grün- und Freiflächen werden für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein. Dies wird auch im Bebauungsplan rechtsverbindlich festgelegt.
Es gibt vielfältige Ideen.
Auf dem Areal des Deutzer Hafens wird es neben dem Kranpark und Hafenpark verschiedene Plätze (Quartiersplatz, Hafenplatz, Marktplatz) sowie eine Promenade geben, die für alle Bürgerinnen und Bürger öffentlich zugänglich sein werden. Sie bilden wichtige Ankerpunkte im neuen Quartier und werden später zu markanten Orte der Öffentlichkeit. In Verbindung mit dem Städtebau und dem Nutzungskonzept werden die individuellen Charakteristiken der geplanten Plätze und Parks definiert. Ergänzt werden diese öffentlichen Freiräume durch die direkt an den Deutzer Hafen angrenzenden Poller Wiesen, welche schon heute – ohne Einschränkungen – für alle zugänglich sind. Weitere Informationen zur Planung der Grün- und Freiflächen finden Sie im Integrierten Plan Deutzer Hafen.
Das ist noch nicht bekannt.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch nicht absehbar, welche Unternehmen sich ansiedeln werden.
Die Essigfabrik und weitere Räumlichkeiten zur kulturellen Nutzung.
Die Essigfabrik wird als das Quartierszentrum im Gebiet bestehen bleiben und sich gleichzeitig weiterentwickeln, um den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem neuen Quartier gerecht zu werden. Darüber hinaus werden kulturelle Nutzungen, wie beispielsweise Ateliers, im Zuge der Baufeldvergabeverfahren (Konzeptvergaben) positiv bewertet, so dass diese in der Nutzungsmischung enthalten sein werden.
Es wird verschiedene Einkaufsmöglichkeiten geben.
Im neuen Quartier sind unterschiedliche Flächen für Gewerbe und Einzelhandel vorgesehen. Welche Firmen und Unternehmen nach Fertigstellung dort ihren Platz finden werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Durch die Überarbeitung des Einzelhandels- u. Zentrenkonzeptes als Stadtteilzentrum werden sich vor allem um den Marktplatz herum verschiedene Einzelhändler gruppieren, die auch zentrale Sortimente anbieten. Hierzu gehören aber auch Waren des täglichen Bedarfs. Außerhalb dieses räumlich eingegrenzten Stadteilzentrums wird es noch vereinzelt kleinere Einzelhandelsbetriebe geben, die mit den benachbarten Nutzungen korrespondieren. Dadurch können unnötig große oder lange Transportwege so gering wie möglich gehalten werden.
An alle.
Bei den Bildungsangeboten handelt es sich um öffentliche Einrichtungen für alle Bevölkerungsgruppen. Das bedeutet nicht nur Kinder und Jugendliche aus dem Deutzer Hafen, sondern auch aus den umliegenden Veedeln erhalten Zugang zu den Schulen und Kitas vor Ort.
Aktuell sind eine Grundschule sowie bis zu sieben neue Kitas im neuen Quartier Deutzer Hafen geplant. Für die Grundschule wurde bereits im Bebauungsplan ein Standort festgelegt. Die Kindertagesstätten werden im Verlauf der Entwicklung des Deutzer Hafens in die Baugrundstücke integriert
Ja.
Auch Genossenschaften und Baugruppen haben die Möglichkeit ihr Bauvorhaben auf dem Areal des Deutzer Hafens umzusetzen.
Es wird einen Wohnungsmix geben.
Damit jede Familie die für ihre Bedürfnisse geeignete Wohnung finden, wird es einen Wohnungsmix mit unterschiedlichen Grundrissen und Wohnungsgrößen geben.
30% der Wohnungen werden öffentlich gefördert sein.
Grundlage hierfür ist das Kooperative Baulandmodell Köln (KoopBLM) aus dem Jahr 2017. Darin festgeschrieben ist, dass bei Bauvorhaben mit über 20 Wohneinheiten oder einer Geschossfläche größer 1.800m², mindestens 30% der durch Planungsrecht neu geschaffenen Geschossfläche öffentlich gefördertem Wohnraum zusteht. Zusätzlich hierzu werden 20% der neuentstehenden Mietwohnungen, bezogen auf die Eigentums- und Entwicklungsflächen der moderne stadt GmbH, mietpreisgedämpft sein.
Das kann pauschal nicht gesagt werden.
Für die freifinanzierten Wohnungen werden Marktpreise angesetzt. Die öffentlich geförderten Wohnungen unterliegen dem Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB), gemäß derer die Mieten angepasst werden. Und für die mietpreisgedämpften Wohnungen wird ein Mittelwert angesetzt.
Es entstehen unterschiedliche Wohnformen.
Geplant sind:
- Freifinanzierte Miet- und Eigentumswohnungen: 50 %
- Öffentlich geförderte Wohnungen: 30%
- Preisdämpfte Mietwohnungen: 20%, bezogen auf die Eigentums- und Entwicklungsflächen der moderne stadt GmbH.
Rund 3.000 neue Wohnungen sind geplant.
Auf dem Areal des Deutzer Hafens werden bis zu 3.000 neue Wohnungen für rund 6.900 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen.
Rückbauarbeiten werden für alle Baufelder zu Beginn durchgeführt.
Sie sind notwendig, um später Baufreiheit für die Erdarbeiten und Erschließungsarbeiten zu gewährleisten. Dass die Rückbauarbeiten mit dem Mühlenareal beginnt hat keine besonderen Gründe.
Ein neues, lebendiges, buntes und urbanes Stadtviertel.
Unter der Beteiligung von städtischen Ämtern, Gutachtern, Organisationen und Bürgern wurde im Rahmen eines kooperativen Verfahrens ein „integrierter Plan“ erarbeitet. Dieser beschreibt das Ziel der städtebaulichen Entwicklung: die Schaffung eines lebendigen, bunten und urbanen Stadtviertels, zum Wohnen und Arbeiten mit vielfältigen Nachbarschaften und attraktiven Freiräumen. Dabei werden Wohnen und Arbeiten sowohl mit Freiflächen und Flächen für soziales Leben als auch mit einer Grundschule, Kitas, Kultur und Gastronomie verbunden. Der „integrierte Plan“ ist eine Grundlage des Bebauungsplanverfahrens, mit dem die rechtsverbindliche Grundlage für die spätere Verkehrserschließung, die Freiflächen und die Bebauung geschaffen wird. Im Rahmen der Entwicklung der Baufelder werden weitere Teil-Bebauungspläne Zug um Zug zur Rechtskraft gebracht.
Dies kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.
Welche Veränderungen es im Inneren der Mühlen geben wird, hängt von der Konzeptvergabe ab.
Das Mühlenareal wird zu einem Wohn- und Arbeitsort umgewandelt.
Dabei werden selbstverständlich sämtliche denkmalpflegerischen Vorgaben beachtet. Dass dies möglich ist, hat im Jahr 2019 eine Machbarkeitsstudie gezeigt. Im nächsten Schritt steht die Ausschreibung der Mühlengrundstücke an, zunächst von Baufeld 02, auf dem heute die Ellmühle steht. Sobald diese veröffentlicht ist, können sich Investorinnen und Investoren gemeinsam mit Planerinnen und Planern und den besten Konzepten für das Vorhaben bewerben.
Die Technik wurde abgebaut und nach Krefeld überführt.
Der Betrieb der Mühle endete im Januar 2021. Bis dahin wurde sie von GoodMills Deutschland betrieben. Nach der Einstellung des Betriebs wurde die Technik innerhalb der Mühlengebäude abgebaut und nach Krefeld überführt. Hier hat das Unternehmen 2020 eine der modernsten Mühlen Europas errichtet, die künftig die Leistung der Ellmühle übernimmt.
Es ist das Ziel aller Projektbeteiligten, die Bauarbeiten möglichst verträglich auszuführen. Das gilt insbesondere für Verkehrs- und Lärmbelastungen. Allerdings lassen sich diese Belastungen bei einem Großprojekt nicht gänzlich verhindern. Aktuelle Informationen zu den Baustellenaktivitäten und Auswirkungen finden Sie unter „Aktuelles“.
Oder sind hierfür andere Gebäude auf dem Areal des Deutzer Hafens vorgesehen?
Dies hängt von der Konzeptvergabe ab.
Generell ist auch eine kulturelle Nutzung denkbar.
Sie werden zu einem Wohn- und Arbeitsort umgewandelt.
Die Gebäude auf dem Mühlenareal werden unter der Wahrung denkmalpflegerischer Vorgaben, zu einem Wohn- und Arbeitsort umgewandelt. Auch eine kulturelle Nutzung der Gebäude ist gegeben falls möglich.
Sie werden eine identitätsstiftende Rolle einnehmen.
Die Mühlen prägen den nördlichen Bereich des Deutzer Hafens und stiften mit ihrer industriellen Vergangenheit und ihrer starken Erscheinung dem Quartier reichlich Identität. Deshalb werden sie auch im neuen Quartier sichtbar sein und eine identitätsstiftende Rolle einnehmen.
Der zwischen 2021 und 2023 erfolgte Teilrückbau der Mühlen hat verschiedene Gründe.
Auf der einen Seite war bei einigen Gebäuden oder Gebäudeteilen keine ausreichende Standsicherheit mehr gegeben, sodass diese aus statischen Gründen zurückgebaut werden mussten. Auf der anderen Seite sollte das ursprüngliche Erscheinungsbild von zwei Mühlen wiederhergestellt und eine Durchwegung zwischen Siegburger Straße und Hafenpromenade ermöglicht werden.
Hinzu kommt, dass zur Nutzung benachbarter Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, natürliche Lichtquellen fehlten, sodass mit dem Rückbau einiger Gebäude und Gebäudeteile die Belichtung anderer Gebäude verbessert wurde.
Ja, eine Anbindung an die linksrheinische Seite für den Fußgänger- und Radverkehr ist geplant.
Für die Verbindungen nach Kalk und zur Kölner Innenstadt entsteht ein Fahrradweg entlang des Bahndamms entlang der Südbrücke. Dort entsteht außerdem eine neue, barrierefreie Erschließung des Brückenbauwerks für Fußgänger und Radfahrer. Für eine Querung des Rheins besteht über die Südbrücke hinaus im Städtebaulichen Masterplan Innenstadt die Idee einer eigenen, neuen Fuß- und Radbrücke. Bei der Ertüchtigung der Südbrücke sowie der Realisierung der „Masterplan-Brücke“ handelt es sich um gesonderte Projekte der Stadt Köln.
Wir verstehen das öffentliche Interesse an dem Denkmal, das sich uns in zahlreichen Anfragen zeigt.
Die moderne stadt GmbH ist als Eigentümerin der Mühlen nach der Aufgabe des Mühlenbetriebes verpflichtet, umfangreiche Sicherungs- und weitere Baumaßnahmen durchzuführen. Deshalb ist der Aufenthalt im Inneren der Mühlen aktuell nur sehr eingeschränkt und unter Einhaltung strenger Sicherheitsauflagen möglich.
Unter Wahrung dieser Auflagen bieten derzeit die speziell geschulten Stadtführer*innen von ArchitekTourenKöln Mühlenführungen in begrenztem Umfang an. Informationen hierzu finden Sie hier: https://architektouren.koeln/
Wenn Sie Interesse an einer Wohnung im Deutzer Hafen haben, schreiben Sie uns eine Mail an wohnen@deutzerhafen.koeln.
Wir werden uns dann zeitnah bei Ihnen melden und Ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen.
Ja, auch die Begrünung der Gebäude ist vorgesehen.
Das Thema der Begrünung und Klimaanpassung wird in Ergänzung zu den öffentlichen Bereichen und den Innenhöfen auch bei den Gebäuden selbst berücksichtigt. Konkrete Vorgaben und Anforderungen werden derzeit formuliert und können in den Bebauungsplänen für die Baufelder als Festsetzungen gesichert werden.
Teilweise vermitteln die Parks zwischen dem Niveau der Promenade und dem der hochwassersicheren Erschließung.
Der Höhenversatz zwischen hochwassersicherer Erschließung und Promenadenniveau muss auch in den Parks abgewickelt werden. Dies wird aber anders als bei den Plätzen nicht über Stufen und Rampen erfolgen, sondern über Geländemodellierungen. Die der Promenade abgewandten Teile der Parks werden somit auf hochwassersicherem Niveau liegen, die anderen dienen als Retentionsraum.
Ja, alle öffentlichen Räume im Deutzer Hafen werden barrierefrei gestaltet – so auch die Parks, Plätze und Promenaden.
Nein, die Parkflächen werden nicht unterbaut.
Die Tiefgaragen sind nur innerhalb der Baufeldgrenzen vorgesehen.
Das Projekt leistet einen positiven Beitrag zur Entsiegelung.
Gegenüber der industriellen Vornutzung soll die Versiegelung im Deutzer Hafen reduziert werden. Ein wichtiger Baustein sind dabei die Parks, die rund 4 ha der Gesamtfläche ausmachen und bis auf die notwendige Erschließung entsiegelt werden sollen. Auch bei den Plätzen und Promenaden soll der Entsiegelungsgrad maximiert werden. Eine Flächenbilanz wird im Zuge der weiteren Planungen erstellt.
Der Mühlenplatz wird als erstes hergestellt.
Die ersten Bausteine bei der Entwicklung der öffentlichen Räume im Deutzer Hafen werden der Mühlenplatz und von dort aus beginnend die Promenade werden. Die weiteren Plätze und Parks werden nacheinander fertiggestellt. Der Hafenpark soll ebenfalls möglichst früh realisiert werden.
Ja, das Thema ist maßgeblich bei der Gestaltung der Freiräume.
Bei der Neugestaltung der Parks, Plätze und Promenaden wird auf eine ausgewogene Pflanzenauswahl geachtet, die einen Lebensraum für verschiedene Arten bietet und kleinräumige Habitate sichert.
Das Wasser soll erlebbar gemacht und verschiedene Sportangebote ermöglicht werden.
Die Nähe zum Wasser soll über die Freiraumgestaltung erlebbar gemacht werden. Insbesondere der Hafenplatz wird durch seine Abtreppung zum Hafenbecken hin eine Verbindung zum Wasser herstellen.
Nichtmotorisierter Wassersport wie Kanufahren wird über den Vereinssport auch in Zukunft möglich sein. Zudem ist geplant, im Bereich des Hafenparks das Schwimmen im Hafenbecken zu ermöglichen. Ob und wie dies realisiert werden kann, wird im Zuge der weiteren Planung untersucht werden.
Ja, ein Bezug zum Thema Wasser wird über verschiedene Ansätze hergestellt.
Durch die Integration von Retentionsflächen wird das Wasser bei Regenereignissen sichtbar und kann durch weitere Details wie Wasserspiele unterstützt werden. Die Detailplanung erfolgt derzeit.
Der Brückenkran bleibt erhalten und wird in die Freiraumplanung integriert.
Der Werftkran gibt dem Ort einen besonderen Charakter, welcher an die Vornutzung erinnert. Er soll daher als Skulptur erhalten werden und in das Freiraumkonzept integriert werden.
Genossenschaften und Baugruppen sollen möglichst in allen Wohnbaublöcken vorgesehen werden.
Eine möglichst breite Verteilung alternativer Wohnformen soll zu belebten und durchmischten Nachbarschaften führen.
Alternative Wohnformen sollen möglichst frühzeitig berücksichtigt werden.
Die zeitliche Abfolge der Grundstücksvergabe und -entwicklung unterliegt einiger Abhängigkeiten, u. a. dem zu gewährleistenden Schutz der Wohnbebauung vor Lärm. Daher muss zuerst die südliche Bebauung für die gewerbliche Nutzung hergestellt werden bevor die Wohnbaufelder, in denen auch alternative Wohnangebote vorgesehen werden sollen, vergeben werden.
Die MitStadtZentrale informiert und berät zum Thema.
Weitere Informationen unter: https://mitstadtzentrale.de/
Darüber hinaus können sich Interessierte über das Wohnprojekteportal austauschen und vernetzen: https://wohnportal-koeln-bonn.de/
Es gibt ein DGNB-Vorzertifikat in Platin für das Gesamtquartier.
Zur Zertifizierung des Gesamtquartiers wird ein fortlaufendes Monitoring erfolgen. Idealerweise soll jedes Gebäude zertifiziert werden.
Wichtige Rahmenbedingungen wurden unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit festgelegt und sind die Grundlage für die Entwicklung des Deutzer Hafens. Im kleineren Maßstab wird es noch Raum für Mitwirkung geben. Auch im Rahmen der Veröffentlichungen der Bebauungspläne für die Baufelder, werden alle Kölner*innen die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen.
Aktuelle Bebauungsplan-Veröffentlichungen findet Ihr hier: https://nw.bauleitplanung-online.de/plaene/koeln
Trotz angespannter Lage wird die Realisierung vorangetrieben.
Das Projekt ist ein wichtiger Motor für die Wohnungswirtschaft und den Bausektor und wird von allen Beteiligten mit großer Energie vorangebracht. Von den formulierten Zielen und Qualitäten wird dabei nicht abgewichen.
Ein umfassendes Mobilitätskonzept schützt die umliegenden Quartiere vor zusätzlichen Verkehrsbelastungen.
Darin wurden verschiedene Maßnahmen definiert, um einerseits die Zunahme des Pkw-Verkehrs durch den Deutzer Hafen zu begrenzen und andererseits die Verkehre verträglich zu verteilen, ohne die angrenzenden Quartiere zu belasten.
Ja, die Wohnungen im Deutzer Hafen werden barrierefrei.
Barrierefreies bauen ist in Nordrhein-Westfalen – jedenfalls für Mehrfamilienhäuser – durch die Landesbauordnung vorgeschrieben. Insofern gilt auch im Deutzer Hafen: sämtliche Neubauwohnungen müssen barrierefrei hergestellt werden.
Was das konkret bedeutet, können Sie in diesem Dokument des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung nachlesen: https://www.mhkbd.nrw/system/files/media/document/file/praxisleitfaden-barrierefreies-bauen-wohnung…
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